
Die richtige Temperatur in Rotationsöfen erreichen
Wenn Sie schon einmal mit automatisierten Industrieöfen gearbeitet haben, wissen Sie, wie schwierig das ist. Es ist notwendig, eine konstante Temperatur zu gewährleisten, während das Produkt sich dreht – doch diese Balance zu finden, ist wirklich eine Herausforderung. Hier kommen keramische Wärmeelemente ins Spiel.
Sie dienen nicht nur dazu, Wärme in den Ofen zu leiten. Sie arbeiten zusammen mit einem Steuerkreissystem, damit die Außenseite des Produkts nicht verbrennt, während der Innenteil weiterhin roh bleibt.
Warum wir auf Keramik setzen
Herkömmliche Legierungen können dem nicht standhalten. Keramik ist die bessere Lösung – sie bricht oder versagt nicht, wenn die Temperatur stark schwankt. In einem Rotationsofen wechseln die Wärmeelemente ständig ihren Zustand. Keramik kann diesen Stress verkraften und hohe Temperaturen erzeugen. Dadurch kehrt der Ofen nach dem Öffnen der Tür schnell wieder zur richtigen Temperatur zurück.
Aber es gibt einen Haken: Man muss die Leistung an die Größe des Ofens anpassen. Ist die Leistung zu hoch, entstehen heiße Stellen, die das Produkt ruinieren. Ist sie zu niedrig, dauern die Garvorgänge ewig.
Verbindung von Hardware und Steuerung
Damit die Infrarotelemente und der PLC miteinander kommunizieren können, kommt es darauf an, wo man die Sensoren platziert und wie man den PID-Regler einstellt. Wir verwenden in der Regel K-Typ-Thermoelemente oder Infrarotpyrometer, um aktuelle Daten an den Controller weiterzuleiten. Dadurch kann man PWM- oder SCR-Steuerung nutzen. Anstatt eines einfachen Ein-/Ausschalters, der eigentlich wie das abrupte Anhalten des Motors funktioniert, regelt das System die Leistung schrittweise. Dadurch wird verhindert, dass empfindliche Produkte beschädigt werden.
Kompromisse
Natürlich ist nichts umsonst. Wenn man präzise Kontrolle haben möchte, wird die Verkabelung komplizierter. Man kann sich nicht auf eine einzige Heizzone verlassen, wenn man eine gleichmäßige Temperatur haben möchte. Die Elemente müssen in mehrere unabhängige Gruppen unterteilt werden. Natürlich bedeutet das mehr Sensoren und mehr Kabel. Das Bedienpanel wird auch größer werden. Aber das ist die einzige Möglichkeit, zu verhindern, dass die Ränder des Ofens heißer sind als die Mitte. Es kostet zwar etwas mehr Arbeit, aber so kann man jedes Mal ein perfektes Ergebnis erzielen.